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Nachweis

Leitungswasser testen

Legionellen kommen wie viele andere Keime und Bakterien natürlicherweise im Trinkwasser vor.
Das heißt: Legionellen im Wasser sind zunächst einmal völlig normal.
In der Natur findet man sie häufig im Süßwasser. Eine der zahlreichen Untergruppen der Legionellen bevorzugt feuchten Erdboden.

 

Da Legionellen empfindlich auf Kochsalz reagieren, kommen sie in See- und Salzwasser für gewöhnlich nicht vor. Eher treten sie in Flüssen und Seen sowie Schlamm und im Erdboden auf. Über das Grundwasser gelangen sie ins Trinkwassersystem. Hier vermehren sie sich zwar nicht weiter, können jedoch über einen längeren Zeitraum am Leben bleiben und so in Nahrung oder die Luft gelangen. Atmet man die Bakterien ein, so kann es gegebenenfalls zu einer Infektion mit Legionellose kommen. Für gewöhnlich sind Bakterien im Wasser keine Gefahr für den Menschen.

Anfälligkeit

Ist jedoch aus verschiedenen Gründen das Immunsystem bereits geschwächt, so kann es sinnvoll sein, einen Legionellen-Nachweis für das heimische Trinkwasser zu erbringen. Lebt beispielsweise eine Person im Haushalt, die aus verschiedenen Gründen ein geschwächtes Immunsystem hat, kann eine Wasseranalyse zu Hause erbracht werden.

Als Risikofaktoren gelten ein „hohes“ Alter, nämlich schon ab etwa 50 Jahren. Männer infizieren sich häufiger als Frauen mit der Legionärskrankheit – das Geschlecht ist also ebenfalls ein wichtiger Faktor.

Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor von allen. Weitere Faktoren sind Krebs, die Einnahme bestimmter Medikamente ebenso wie die Zuckerkrankheit. Menschen, die an Krebs erkrankt sind, gelten allgemein als anfälliger für Infektionskrankheiten als gesunde Menschen und sollten achtsam sein. Auch Alkoholiker sind besonders gefährdet, da ihr Abwehrsystem ohnehin geschwächt ist. Gefährdet sind zudem Menschen, die eine Transplantation hinter sich haben.
Wenn im Haushalt Menschen leben, die in diese Gruppen fallen, so kann es sinnvoll sein, das Leitungswasser testen zu lassen auf Legionellen.

 

Legionellen-Nachweis

Für eine solche Wasseranalyse kann eine Wasserprobe aus dem Hahn entnommen werden und eingeschickt werden. Das Wasser wird anschließend im Labor untersucht und das Ergebnis per Post geschickt. Die Analyse dauert in der Regel 14 Tage. Mit Hilfe eines solchen Legionellen-Tests kann nachgewiesen werden, ob sich Legionellen im Wasser befinden.

Legionellen können auf verschiedene Arten nachgewiesen werden, zum Beispiel mit Hilfe eines Mikroskops. Dort sind sie als kurze Stäbchen erkennbar. Sie können auch in Form einer Kultur gezüchtet werden. Im Blut des menschlichen Körpers können insbesondere Anti-Körper gegen die Infektion nachgewiesen werden.

Die meisten Übertragungen geschehen über Legionellen im Wasser. Es ist der natürliche Lebensraum dieser und vieler anderer Bakterien. Meist werden sie in Form winziger Tropfen in der Luft eingeatmet und gelangen so in die Lunge. Sie können aber auch beim Gurgeln von Wasser in die Lunge gelangen. Durch direktes Trinken kommt es vermutlich nur sehr selten zu einer Krankheit. Es wurde auch beobachtet, dass es durch direkten Kontakt von Wunden mit infiziertem Wasser zu einer Infektion kam. Meist werden de Erreger jedoch eingeatmet, ohne dass es zu direktem Kontakt mit dem befallenen Wasser kommt. Da warmes Wasser zudem verdunstet, steigt die Gefahr, sich über Warmwasser mit Legionellen zu infizieren.
Am besten können sich Keime verbreiten, wenn warmes Wasser längere Zeit steht und anschließend zerstäubt wird, also in Boilern, Warmwasserspeichern und Warmwasserleitungen. Auch wurden Erkrankungen dokumentiert, bei denen die Patienten das zerstäubte Wasser eines Springbrunnens eingeatmet hatten. In Frage kommen außerdem Rasensprenganlagen oder Klima-Anlagen.

 

Gefahr im Bad

In Europa kam es 1999 zu einer Epidemie über zwei bei einer Messe ausgestellten Whirlpools und eine Sprinkler-Anlage. Folglich ist das Badezimmer derjenige Raum zu Hause, an dem man sich am Wahrscheinlichsten mit der Legionellen-Krankheit infizieren kann. Die meisten Infektionen finden jedoch im Krankenhaus oder in einem Senioren-Heim statt. Eine besondere Gefahrenquelle sind zudem Whirlpools. Verschiedene Faktoren können dabei die Infektionsgefahr erhöhen, etwa die für Bakterien aller Art ideale Temperatur oder die Anreicherung des Wassers mit menschlichen Hautschuppen der Badenden, denn sie dienen den Bakterien als Nährstoff. Hier können sich Legionellen und andere Wasserbakterien schnell vermehren. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Badezeit. Es wird empfohlen, sich höchstens 20 Minuten im Wasser aufzuhalten. So wird der Kreislauf geschont. Schwangeren wird empfohlen, die Badezeit auf maximal zehn Minuten zu begrenzen.

Der erste bekannte Fall, in dem es zu Infektionen über einen Whirlpool kam, wurde 1981 in den USA dokumentiert. Über 90 Prozent der Bandenden war erkrankt, der sich länger als zehn Minuten in dem Wasser aufgehalten hatte. In Schottland kam es später zu einer großen Epidemie, bei der 170 Menschen am Pontiac-Fieber erkrankt waren. Die Badeanlage wurde vermutlich nicht ausreichend desinfiziert und wurde von zu vielen Besuchern aufgesucht. Da solche Legionellosen jedoch meist mild verlaufen, kam es hier bisher wohl noch zu keinen Todesfällen.

 

Bakterienherde

Die optimale Temperatur für die Vermehrung von Legionellen liegt zwischen 35 und 42 Grad Celsius. Über längere Zeit können die Bakterien auch eine Temperatur von bis zu 50 Grad tolerieren. Legionellen wachsen besonders an Gummi- und Kunststoffoberflächen, etwa an Dichtungen oder Ventilen. Kunststoff kann ihnen als Nahrung dienen. Zu Hause kann auch der Wasserschlauch im Garten gefährlich werden. Liegt er längere Zeit in der Sonne, so können sich Legionellen schnell vermehren und eingeatmet werden. Ist es war, so kann auch befallenes Wasser von Teichen oder Flüssen eingeatmet werden und zu einer Infektion der Lunge führen.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen ist dieser Fall in Europa unwahrscheinlich. Kaltes Trinkwasser kann zwar Legionellen enthalten, in der Regel ist es jedoch keine wahrscheinliche Infektionsquelle. Gefährlicher ist zerstäubtes Warmwasser. Gefahr besteht bei Luftbefeuchtern, Mund-Duschen, Beatmungsschläuchen oder Inhalationsgeräten. Klima-Anlagen sind wohl für zehn Prozent der Legionellosen verantwortlich. Sie sind deshalb nicht selten in Verruf geraten als „Bakterien-Schleudern“. Sammelt sich warmes Kondenswasser, so ist dies ein günstiges Milieu und es können sich Legionellen vermehren. Sie werden mit der Luft in die Räume verteilt und können dann eingeatmet werden. Auch Kühltürme kommen als Infektionsherd in Frage.

 

Legionellen im Wasser
Männer erkranken häufiger als Frauen an den Bakterien. Mögliche Symptome bei einer Infektion sind Übelkeit oder Schüttelfrost. Die Legionärskrankheit kann bis zum Tod führen. Informieren Sie sich hier darüber, wie man die Krankheit richtig identifizieren kann.

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Legionellen-Grenzwerte
Bestimmte Verordnungen legen Grenzwerte fest, die für Institutionen verbindlich sind. Erfahren Sie mehr über Legionellen-Vorschriften und möglichen Desinfektionsmethoden, die vor den gefährlichen Bakterien schützen sollen.

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