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Vermehrung

Vorkommen von Legionellen

Die Legionella pneumophila war die erste einer großen und wachsenden Gruppe verwandter Bakterienarten, der Legionellen, die entdeckt worden war. Heute kennt man 48 Arten und 70 Untergruppen. Sie tragen als Artbezeichnung die Namen von Fundorten und von Forschern, die sich um die Bakteriologie der Legionellen verdient machten.

 

Auftreten und Symptome

Über die Häufigkeit von Legionellen gibt es verschiedene Angaben. Allgemein sind sie in Warmwassersystemen wesentlich häufiger anzutreffen. Es wird jedoch vermutet, dass die Häufigkeit von Legionellen in Warmwassersystemen in den letzten Jahren abgenommen hat. Voraussichtlich wird die Zahl weiter sinken, da das Problembewusstsein wächst sowie zunehmend sanitärtechnische Maßnahmen ergriffen werden. Das bedeutet, dass die ergriffenen Maßnahmen offensichtlich durchaus effektiv sind und die Zahl der Keime im Wasser minimieren. Das Verzichten auf sie gilt als Nachlässigkeit.

Die Infektion durch diese Keime kann zu Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen führen. Auch Fieber gehört zu verbreiteten Symptomen. Andere Symptome sind Gliederschmerzen; auch Nierenversagen kann im Extremfall eine der Folgen einer Infizierung über Legionellen-Bakterien sein. Anzeichen dafür, dass die Lunge betroffen ist, können trockener Husten, Schmerzen in der Brust sowie Rassel-Geräusche beim Atmen sein. Schnell sollte dann ein Arzt aufgesucht werden, da es sich bei solchen Anzeichen möglicherweise um eine Lungenentzündung handeln kann.
Um dies zu verhindern wird unter anderem in Krankenhäusern vermehrt auf Hygiene geachtet. Die Trinkwasserverordnung soll Legionellen vermeiden helfen und regelt das Vorkommen von Legionellen über Vorschriften sowie diverse Empfehlungen und Gesetze.

 

Die Legionellen-Vermehrung verläuft ähnlich wie die Bakterien-Vermehrung von Feucht- oder Wasserkeimen im Allgemeinen: Sie haben in Süßwasser ihren natürlichen Standort. In Salz- oder Seewasser kommen sie nicht vor. Man findest sie in Oberflächengewässern, aber auch im Erdboden. Von hier aus gelangen sie ins Grundwasser. Es wird angenommen, dass sie sich im Grundwasser zwar nicht weiter vermehren, jedoch bis zu Jahre am Leben bleiben können.
Über das Grundwasser können Legionellen ins Wassersystem gelangen. Auf diesem Wege können sie, etwa beim Duschen, eingeatmet werden und die Bakterien in der Lunge landen. Da Legionellen bei geschwächtem Immunsystem zu Krankheiten wie der Legionellose führen können, gelten sie unter bestimmten Umständen als gefährliche Bakterien.